Adj. Prof. Stefan Geyerhofer
Personenbeschreibung
Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (Systemische Familientherapie), Lehrtherapeut und Lehrsupervisor in der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Systemische Therapie und Systemische Studien (ÖAS), Mitbegründer des Instituts für Systemische Therapie (IST) in Wien und Adj. Prof. für Psychologie an der Webster University, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des „European Network for Brief Stategic and Systemic Therapy“; Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Psychosozialen Arbeitskreises für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen (PSAK). www.geyerhofer.com
Engl.: Clinical Psychologist, Health Psychologist, Psychotherapist (Systemic Therapy), Co-Founder of the Institute for Systemic Therapy (IST) in Vienna, Austria; Adj. Prof. of Psychology at Webster University and Supervising therapist at the Austrian Association for Systemic Therapy and Systemic Studies (ÖAS); Co-Founder and Member of Board in the European Network for Brief Strategic and Systemic Therapy.
Anschrift:
Mag. Stefan Geyerhofer
Institut für Systemische Therapie
Am Heumarkt 9/2/22
A — 1030 Wien
Austria
Tel/Fax: +43 1 7143800
www.geyerhofer.com
WS 1: Helfen heißt Hoffnung machen - die Bedeutung positiver Veränderungserwartung in Therapie und Beratung
WS 2: Lösungen liegen im Problem - Grundlagen problemspezifischer, systemischer TherapieVortrag: Internalisieren von Lösungen - oder: Was tun am Ende einer erfolgreichen Psychotherapie oder Beratung?
Optional: „Morton Mies – wie die Depression siegt, und wie sie scheitert“ (DVD Beitrag zum Thema Depression)
Optional: "Anleitung zum Burnout für TherapeutInnen - eine hypnosystemische Grossgruppenanalyse"
WS: Helfen heißt Hoffnung machen
Die Bedeutung positiver Veränderungserwartung in Therapie und Beratung
Die moderne Psychotherapieforschung bestätigt die Bedeutung von Hoffnung, positiver Veränderungserwartung und Placebo in der therapeutischen Arbeit (vergl. Arbeiten von M. Lambert, M. Hubble, B. Duncan und S. Miller). Neben der therapeutischen Beziehung, außertherapeutischen Lebensfaktoren und spezifischen Methoden sind sie maßgeblich für den Erfolg oder Misserfolg einer Therapie verantwortlich. Welche Rolle aber spielen Erwartungen und Hoffnung tatsächlich in der Therapie? Wie beeinflussen sie die anderen Wirkfaktoren? Wie kann es gelingen bereits im ersten Gespräch Hoffnung auf Veränderung zu erzeugen? In welcher Phase der Veränderung lässt sich diese Hoffnung am ehesten nutzen? Der Workshop soll Gelegenheit geben das eigene therapeutische Repertoire in diesem Gesichtspunkt zu reflektieren und Effizienz fördernd zu ergänzen.
Im Detail sollen folgende Fragen erläutert werden:Wie wirkt Psychotherapie?Welche Rolle spielt dabei die Hoffnung auf Veränderung?Wie kann Therapie eine positive Veränderungserwartung erzeugen – und was kann ich als Therapeut/in dazu beitragen?Welche Rolle spielen die Person und die Erwartungen des/der Therapeuten/in und wie können diese nutzbringend eingebracht werden?Wie können wir in der Therapie Hoffnung machen, wenn es keine zu geben scheint?Umgang mit Rückschlägen und Rückfällen in der Therapie?
Methoden: Input, Videobeispiel, Demonstration
WS: Lösungen liegen im Problem
Grundlagen problemspezifischer, systemischer Therapie
Spezielle, menschliche Probleme manifestieren sich in mannigfaltigen Symptomen und benötigen eine jeweils problemspezifische, therapeutische Herangehensweise.
Die Frage, wie in menschlichen Systemen Probleme „erschaffen“ und aufrechterhalten werden, stellt eine zentrale Prämisse unseres therapeutischen Handelns dar. Unsere eigenen Hypothesen, die Erklärungen unserer KlientInnen und die genaue Analyse der versuchten Lösungen des Problemsystems spielen dabei eine zentrale Rolle. Wie können wir dieses „Wissen“ zieldienlich, also für das von KlientInnen geäußerte Anliegen der Problemlösung/Symptombeseitigung nutzen?
Wie „funktionieren“ die unterschiedlichsten Symptome? Was ist – bei aller individuellen Unterschiedlichkeit seiner jeweiligen Ausprägung im konkreten Fall - das „Spezifische“ von Symptomen? Welcher Logik, Struktur und Funktionalität folgen sie? Wie kann die Fähigkeit von KlientInnen zur Problementwicklung als Fähigkeit und Ressource für dessen Auflösung gesehen und therapeutisch genutzt werden? Und welche Auswirkungen haben diese Fragen auf die therapeutische Beziehung, die Therapiemotivation und auf das therapeutische Setting?
Der Workshop soll diese grundlegenden Fragen erörtern und erste, praktische Implikationen auf die Therapie von KlientInnen mit Ängsten, Depressionen, Essstörungen, Burnout und auf die Arbeit mit schwierigen Jugendlichen aufzeigen.
Methoden: Input, Übung, Demonstration
Vortrag: "Internalisieren von Lösungen - Was tun am Ende einer erfolgreichen Psychotherapie oder Beratung?"
Der Vortrag geht der Frage nach “Was machen wir in der Therapie wenn die Therapieziele erreicht sind, wenn die Therapie erfolgreich beendet ist?” Ausgehend von Anregungen einer KlientInnen-Zufriedenheitsbefragung, einer Begleitforschung unserer therapeutischen Arbeit und den Arbeiten von Michael White und David Epston werden Fragen und spezielle Techniken vorgestellt, die darauf abzielen, die erreichten Lösungen zu internalisieren. Als verantwortungsvolle TherapeutInnen wollen wir, dass KlientInnen die Therapie mit dem Gefühl verlassen, sie haben etwas erreicht, nicht der/die Therapeutin, die Medikamente, das Schicksal oder ein glücklicher Zufall. Internalisierungstechniken helfen KlientInnen das Erreichte als neue Ressource in die weitere Zukunft mitzunehmen. Neue Verhaltensweisen bleiben so als stabile Fähigkeit für die Familie, für ein Paar oder Individuum vorhanden wenn die Therapie längst beendet ist.
Nach einer Einstiegübung präsentiert Stefan Geyerhofer Beispiele die veranschaulichen wie man diese kreativen Techniken und Fragen in der Arbeit mit
Erwachsenen, Paaren, Kindern, Jugendlichen und ihren Familien anwenden kann.
Optional: "Anleitung zum Burnout für TherapeutInnen - eine hypnosystemische Grossgruppenanalyse"
Optional: „Morton Mies – wie die Depression siegt, und wie sie scheitert“
(DVD Beitrag zum Thema Depression)
Supervision
Burnout und Erschöpfungssyndrom, Panikattacken, Jugendliche

