Prof. Dr. Dirk Revenstorf
Dirk Revenstorf studierte Psychologie in Hamburg bei Hofstätter, Tausch und Bondy, promovierte bei Cohen in Konstanz und habilitierte in München. Er ist Professor für klinische Psychologie an der Universität Tübingen und hatte 1995-1997 eine Professur an der Universidad de las Americas in Puebla (Mexico). Von 1984-1996 Präsident der Milton Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose. Er ist promovierter Diplom-Psychologe und hat verschiedene Therapieausbildungen: Verhaltenstherapie (Brengelmann, München), Gestalttherapie (Polster, San Diego, USA), Hypnotherapie (Zeig, Lankton, Carter, Gilligan, USA), Körpertherapie (Pierrakos, USA). Approbiert als Psychotherapeut und Mitglied der Psychotherapeutenkammer (Baden-Württemberg und Bundespsychotherapeutenkammer von 2003-2005). Als Supervisor für Hypnose und Verhaltenstherapie bei der Psychotherapeutenkammer akkreditiert.
Seine Arbeitsbereiche sind: Persönlichkeitstheorie, Forschungsmethodik, Therapieforschung, Verhaltenstherapie, Hypnose, Paartherapie, Psychotherapie-Ausbildung. Er hat 16 Bücher und mehr als 180 Zeitschriftenartikel und Buchkapitel über Forschungsmethodik, Persönlichkeit, Psychotherapie, Hypnose und Paartherapie veröffentlicht. Erhielt den Pierre Janet Award of Clinical Excelence (Intern.Soc.Hypnosis) und den Milton Erickson Preis.
Workshop und Referat
Liebe in Zeiten der Paartherapie
Die postmoderne Partnerwahl findet mehr und mehr auf einem freien Markt nach Prinzipien von Angebot und Nachfrage statt. Die Deregulation der Entscheidung für einen Liebespartner ist charakterisiert durch individualisierte Gewinnmaximierung, Verankerung des Selbstwertes in den Erfolg auf dem Partnermarkt, Verlagerung von emotionaler zu rationaler Entscheidungsfindung, Unwilligkeit zu leiden und Bindungsscheu der Männern und Chancenbenachteiligung der Frauen. Das Scheitern wird nicht heroisch sondern neurotisch attribuiert. Daher eine zunehmende Nachfrage nach Paartherapie. Eine kann einer Liebesbeziehung unter solchen Randbedingungen zum Gelingen verholfen werden ist die Frage, die hier diskutiert werden soll.
Da Konflikte und gegenseitige Attraktion in der Paarbeziehung z.T. auf komplementäre Aspekte der Biografien zurückgehen kann der implizite Beziehungs-Kontrakt auf neurotische Anteile abgeklopft und revidiert werden. Die Chance besteht darin, liegengebliebene Entwicklungsaufgaben zu bearbeiten und dadurch den Partnern Gelegenheit zu geben, in und mit der Liebe zu wachsen. Um Passung und Konfliktträchtigkeit transparent zu machen sind nonverbale Methoden der Körpertherapie und die implizite Informationsverarbeitung in Trance und Achtsamkeit besonders günstige Ansatzpunkte.
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Prof. Dr. Dirk Revenstorf, Universität Tübingen
Akademie der Milton Erickson Gesellschaft
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